Dienstag, 24. Dezember 2013

24. Dezember { Adventskalender }










Bevor ich Euch heute zum letzten Adventskalendertörchen meine Lieblingsweihnachtsgeschichte erzähle, möchte ich mich bei Euch allen ganz herzlich für die vielen lieben Kommentare, Rückmeldungen und Überraschungen bedanken. iRene und ich hatten selber soo viel Spass und Freude beim Planen und Erarbeiten unseres Adventskalenders... dazu dann noch die Freude von euch allen zu spüren, machte diesen Kalender zu etwas ganz Besonderem.
 So erhielt ich letzte Woche nebst vielen lieben Rückmeldungen und Kommentare gleich zwei Überraschungen als kleines Dankeschön für unseren Kalender:









einen feinen Erdbeerlikör von der lieben Gaby Naef







und wunderhübsch verpackten Adventstee und einen zauberhaften Anhänger von der lieben Elisabeth aus Jens


Ihr habt mich ja so überrascht... herzlichen Dank dafür!


und nun zu meiner Lieblingsgeschichte:



Der allerkleinste Tannenbaum
eine Geschichte von Masahiro Kasuya
erschienen 1989 im Wittig Verlag Hamburg
Es war einmal kurz vor Weihnachten. Ein kleiner Vogel flog zum Fest in die Stadt. Da sah er auf einem Hügel einen kleinen Tannenbaum und hörte ein leises Schluchzen. Der Vogel hatte Mitleid mit dem Bäumchen. „Ach, wein doch nicht und komm mit mir in die Stadt.“ „Nein, das geht nicht, denn ich bin zu klein für Weihnachten.“




Der kleine Tannenbaum erinnerte sich, dass seine großen Brüder immer wieder zu ihm sagten: "Wenn du nicht schneller wächst, wirst du nie ein rechter Weihnachtsbaum."
Eines Tages wurden sie alle zum grossen Weihnachtsfest in die Stadt abgeholt. Da freuten sie sich sehr und hoben stolz ihre schönen Äste.
"Nur ich bin hier ganz alleine, mich haben sie einfach stehen lassen."
Er fühlte sich jetzt sehr einsam und schluchzte weiter: " Ach, wenn ich doch grösser wäre und bei meinen Brüdern in der Stadt sein dürfte!"
Da überlegte der Vogel, wie er dem Kleinen helfen könnte.
„Weißt du, ich hab da eine Idee; warte hier auf mich. Ich fliege zu meinem Freund, dem Esel, der ist schlau und ihm wird sicher etwas einfallen."
Und mit diesen Worten war der Vogel verschwunden und der kleine Tannenbaum war wieder allein und traurig.





Bald darauf kam ein Fuchs vorbei. Auch er lief zum Weihnachtsfest in die Stadt. "Gehst du nicht in die Stadt?" fragte der Fuchs den Tannenbaum.
"Nein ich bin zu klein", antwortete der Tannenbaum und musste wieder weinen. Der Fuchs hatte noch nie einen so kleinen Baum gesehen. Aber weil er nicht wusste, wie er ihm helfen sollte, lief er weiter.











Inzwischen kam der Vogel mit seinem Freund, dem Esel, zurück.
"Du hast mir nicht gesagt, dass der Weg so weit ist", brummte der Esel.
Er ärgerte sich, dass er so kurz vor Weihnachten nicht in der Stadt sein konnte.
Er wollte doch nichts von dem schönen Fest versäumen.
„Aber sieh doch, wir sind schon da." Und da zeigte der Vogel mit seinem Flügel auf den kleinen Tannenbaum. Der Esel musste sich bücken, um den winzigen Baum überhaupt zu sehen und seine Augen waren vor Überraschung weit geöffnet. Es war der kleinste Tannenbaum, den er jemals gesehen hatte.
Aber der Esel war ein höflicher Geselle. „Iiiiaaa, sag wie geht es dir?"
Da begann der kleine Tannenbaum wieder zu schluchzen. „Sieh doch nur, wie klein ich bin. Ich glaube, ich werde das Weihnachtsfest nie erleben."




"Ach herrje, wein doch nicht. Schau, da unten die Lichter in der Stadt. Dort stehen alle deine Brüder und werden mit Kerzen und Kugeln zu Weihnachtsbäumen geschmückt. In jeder Stube steht ein prächtiger Baum. Und morgen packen die Kinder dort ihre Geschenke aus. Diese ganze Pracht kann man aber nur von hier aus sehen. Das können deine Brüder nicht. Und vielleicht bist du ja im nächsten Jahr dabei und du weißt dann, wie wunderschön das alles zusammen aussieht. Bitte hör auf zu weinen."
Die Worte des Esels waren so tröstlich gewesen, dass der kleine Tannenbaum schon aufgehört hatte zu weinen. „Ja, vielleicht nächstes Jahr …“
Und dann schliefen alle drei ein.
Und während sie schliefen, begann es leise zu schneien.
Als der Esel und der Vogel erwachten, war es bereits der Morgen vor dem Heiligen Abend. Überall glänzte der Schnee in der Sonne und auch der kleine Tannenbaum war über und über mit Schnee bedeckt. Er war jetzt der schönste Tannenbaum, den man sich denken konnte. Da begannen der Vogel und der Esel ihr liebstes Weihnachtslied zu singen.




 


Die anderen Tiere hörten den Gesang, verließen ihre Verstecke im Wald und auf den Wiesen und machten sich alle auf den Weg. Auch sie wollten dort sein, wo so schön gesungen wird.
 So versammelten sich alle um den kleinen Tannenbaum auf dem Hügel und sangen mit dem Vogel und dem Esel mit. Inzwischen war es dunkel geworden. Die Sterne leuchteten vom Himmel herab auf den Schnee und den kleinen Tannenbaum. Er war jetzt der schönste Weihnachtsbaum auf der ganzen Welt.
Jetzt war der Heilige Abend da.
Draussen auf dem Felde aber hörte der kleine Tannenbaum eine Stimme neben sich flüstern: " Du bist gar nicht zu klein für Weihnachten, lieber Tannenbaum, denn ich bin ebenso klein wie du." 
Es war das Jesuskind selber, das so zu ihm sprach.
Da war der Tannenbaum glücklich.
Und so wurde aus dem allerkleinsten Tannenbaum der allerschönste Weihnachtsbaum; der Weihnachtsbaum der Tiere.



Als Weihnachten vorüber war, verabschiedete sich der Esel und lief heim in die Stadt. Er versprach ihm, zum nächsten Weihnachtsfest wiederzukommen. Der Vogel aber wollte bis zum Frühling bei dem kleinen Tannenbaum bleiben. Und der Tannenbaum beklagte sich nie mehr darüber, dass er so klein war.
Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und hoffe, dass niemand von Euch sich heute alleine fühlen muss.
Herzlich
Frau *Zauberpunkt





Kommentare:

  1. Eine wunderhübsche Geschichte! Vielen lieben Dank für euren tollen Adventskalender. Mit grosser Freude hab ich täglich mitgelesen und mich inspirieren lassen.
    Dir und deinen Liebsten zauberhafte Weihnachten und fürs neue Jahr ganz viel Glück und Freude.
    Herzliche Grüsse Kleefalter

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  2. Danke villmal für die schöne Begleitung durch die Adventszeit! Schöne Feiertage! Liebe Grüsse Ruth

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  3. eine wunderbare Weihnachtszeit wünsch ich dir und deiner Familie auch, mit oder ohne Schnee, dafür mit vielen feinen Güezzi.
    Liebgruss, mimi

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  4. Ich liebe dieses Buch und lese es auch jedes Jahr mit meinen Kids!
    Ich wünsch dir und deinen Lieben ein schönes Fest und erholsame Feiertage!
    Liebe Weihnachtsgrüße Catrin
    ❋⋅☆⋅❋⋅☆⋅❋⋅☆⋅❋⋅☆⋅❋⋅☆

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  5. Ich möchte ein ganz grosses DANKE loswerden....Ihr habt einen wirklich schönen Adventskalender gestaltet. Es hat jeden Tag Spass gemacht ein neues Türchen zu öffnen!!! Jetzt wünsche ich ein ganz tolles Weihnachtsfest und schöne,ruhige Stunden mit der Familie!!
    Christiane F.

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  6. Vielen lieben Dank nochmal für euren wunderschönen, spannenden, abwechslungsreichen Adventskalender! Ich hab mich jeden Tag sehr drauf gefreut!
    Ich wünsche euch frohe Weihnachten!

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  7. Liebe Nicole und Irene
    Danke euch beiden viel mal für den tollen Adventskalender....war jeden Tag eine grosse Freude bei euch beiden das Türchen zu öffnen und die tollen Sachen zu lesen zu Staunen auszuprobieren usw
    Die Geschichte heute werde ich zu Beginn mit viel kerzli am Baum der ganzen Familie vorlesen
    Wünsch euch beiden und euren Familien von Herzen ganz schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2014
    Liebe Grüsse brigitte

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  8. Frohe Weihnachten,! Frieden und Wohlstand, Ihre Familie, lassen Sie Ihren Tag mit einem Lächeln, Liebe und Verständnis erfüllt werden! Grüße!

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  9. Liebe Frau Zauberpunkt!
    Euer Adventskalender gehörte zum täglichen Seelenbalsam im Dezember!Eure Beiträge, die immer so liebevoll präsentiert sind bereiten viel Freude! So schön, dass ihr eure kreativen Arbeiten mit allen teilt!
    Ganz herzliche Weihnachtsgrüsse von der verschneiten Alp in deine sicher weihnachtsverzauberte warme Stube.Häbets schön!
    elma

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  10. Frohe Festtage und fürs neue Jahr nur das Beste - Gesundheit, Glück, Liebe, Wohlstand, Friede - einfach alles was ihr euch wünscht! War ein süsser Adventskalender.

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